Keine Ermittlungen gegen Babysitter – weil Jacob als Einjähriger nicht aussagen kann?

Dass Jacob (1) von seinem Babysitter so heftig geschlagen wurde, dass er fast gestorben wäre, ist unfassbar. Doch seine Eltern hätten nicht gedacht, wie die Ermittlungen verlaufen. Obwohl der Täter alles zugegeben hat, kommt es bislang nicht zur Anklage – wegen eines umstrittenen Gesetzestextes im US-Bundesstaat Oregon. Jetzt hat die Familie genug und geht mit ihrem Fall an die Öffentlichkeit, wo Jacobs Schicksal viel Beachtung findet.

Alice und Joshua fanden ihren Sohn abends schreiend vor, der Babysitter, dessen Identität die Eltern anonym halten, war eingeschlafen. Als sie erkennen, dass Jacob misshandelt wird, fahren sie sofort mit ihm ins Krankenhaus. Die Ärzte kümmern sich um den Kleinen und seine Eltern erfahren, dass er sogar an den Verletzungen hätte sterben können.

Im Polizeiverhör gibt der Babysitter die Misshandlung sogar zu, doch es passiert nichts. Die Ermittler lassen den Fall schließlich auch noch ruhen – weil laut der Gesetze in Oregon das Kind selbst hätte aussagen müssen, was passiert ist.

Jacobs Eltern können das nicht fassen und gehen an die Öffentlichkeit, indem sie den Fall bei Facebook posten. Dort verbreitet er sich wie ein Lauffeuer – und schließlich hat der Protest Erfolg.

Dieser Post des Vaters brachte den Stein ins Rollen

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