Die Mutter des sogenannten Flughafen-Babys muss für fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Dieses Urteil fällte das Landgericht Landshut wegen versuchten Totschlags in einem minder schweren Fall und gefährlicher Körperverletzung gegen die 24-jährige Erzieherin Soraya Y. aus Heidenheim.

Sie hatte im Juli 2015 auf einer Parkhaus-Toilette am Flughafen München ein Mädchen zur Welt gebracht, es in die Toilettenschüssel gestopft und versucht, es hinunterzuspülen.

Da die Mutter den Tod durch Unterkühlung zumindest billigend in Kauf genommen hatte, war die Staatsanwaltschaft davon überzeugt dass es sich hierbei um versuchten Totschlags handelte. Als das Neugeborene zufällig gefunden worden sei, sei es bereits durch Atemstillstand und schwere Unterkühlung klinisch tot gewesen. Nur durch glückliche Umstände sei sie gerettet worden.

Eine unglaubliche Geschichte mit einem doch noch guten Ende. Die kleine Tochter Amelie lebt mittlerweile wohlbehütet bei einer Pflegefamilie in Deutschland