Jetzt trifft der FC Bayern auch nach ruhenden Bällen! Beim 5:2 gegen Hoffenheim jubelte Jupp Heynckes über zwei Tore nach Ecken. Bevor es in Europa um den Henkelpott geht, entdecken die Roten eine Stärke wieder.

München – Der Blick auf die FCB-Zahlen: elf der 49 Bundesliga-Treffer fielen nach Eckball oder Freistoß. Fast ein Viertel aller Tore entsteht also aus einem Standard. Nur Hertha BSC (13 Treffer) ist in dieser Hinsicht besser. Richtig gut läuft es unter Jupp erst in der Rückrunde -so auch beim furiosen 5:2-Sieg gegen Hoffenheim. Nach drei Spielen haben die Bayern schon vier ruhende Bälle versenkt – einen mehr als in der Heynckes-Hinserie.

Thomas Müller: „Das ist absolut eine Stärke! Wir schlagen gute Standards – egal ob James, Robben oder Kimmich. Und wir haben auch wirklich exzellente Kopfballspieler mit Hummels, Süle, Javi Martinez oder Lewy.“ Bei seiner Aufzählung hat der Kapitän Abwehr-Boss Jerome Boateng vergessen. Der wuchtete gegen Hoffenheim eine Robben-Ecke ins Netz, genau wie Arturo Vidal.

Klares Muster lässt sich erkennen

Zufall? Kein Stück! Der Niederländer schlägt vor allem von der rechten Seite brandgefährliche Standards. Dabei lässt sich ein Muster erkennen: Robben versucht, den Ball zentral zwischen Elfmeterpunkt und Fünfmeterraum zu bringen. Dort lauern die Kopfball-Monster Boateng, Süle, Hummels – alle mindestens 1,91 Meter groß. Damit sie an den Ball kommen, blocken Lewy und Müller am ersten Pfosten die Gegenspieler.

Anders läuft es, wenn James die Ecken ins Zentrum streichelt. Er sucht besonders gerne das vordere Fünfmetereck. Da nehmen dann Lewy und Müller dankend ab. Kurz oder lang, Jupp dürfte es egal sein. Hauptsache: Es kracht nach Standards.

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